Das Magazin 29 gibt es ab 17.12. bei uns und ab 21. Dezember im Handel


Sterne über Sterne
…



Manchmal leuchten sie besonders klar und funkelnd. In tiefschwarzen Winternächten ist das so. Doch auch kulinarische Sterne zeigen sich hin und wieder in eindrucksvollem Glanz, und das ganz ohne eine dunkle Nacht. Um sie zu finden, reisten wir mit unserem Herausgeber Eckart Witzigmann in die Schweiz und sahen am helllichten Vormittag vier Köche (darunter zwei von weltweit nur vier »Jahrhundertköchen«) und ihre insgesamt zwölf Michelin-Sterne um die Wette strahlen – im Restaurant de l‘Hôtel de Ville de Crissier in der Nähe von Lausanne. 
Wie viele Michelin-Sterne am 3. Dezember zusätzlich über dem weihnachtlichen blinkenden München strahlten, wurde nicht gezählt, aber es waren viele. Und es waren sehr hochrangige. Zur Nacht des »Eckart 2013« waren zahlreiche frühere Preisträger – viele von ihnen mehrfach ausgezeichnet – angereist. Sterneküche ersten Ranges garantierte auch die Riege der gastgebenden Köche dieses Abends – internationale Elite! Und nicht zuletzt brachten zwei der vier diesjährigen Preisträger – Roël Robuchon und Kevin Fehling – allein stolze zwölf Michelin-Sterne mit. Rainer Knubben berichtet über zehn Jahre Eckart-Witzigmann-Preis. 
Über seinen ersten Stern durfte sich Benjamin Biedlingmaier am neuen Arbeitsplatz im Dresdner Bülow Palais freuen und Ralph Knebel im Ettlinger Erbprinz darüber, dass er seinen in der für ihn so 
typischen Ruhe verteidigen konnte. 
Doch es gibt auch Sternstunden ganz anderer Art. Eine solche erlebte die Züchtervereinigung Limpurger Rind e. V. am 17. September: Die Europäische Kommission nahm den »Weideochsen vom Limpurger Rind« als achtes deutsches Lebensmittel (ohne diverse Mineralwässer) in die Liste der europäischen Ursprungsbezeichnungen (g. U.) auf. Hubert Retzbach und Markus Reinauer päsentieren Ihnen wunderbare Rezepte mit diesem außerordentlich köstlichen Fleisch.
 In unserer Rubrik Kraut & Rüben stellten wir die beiden Österreicher Michael Gahleitner und Michael Helfrich vor eine für sie etwas ungewöhnliche Aufgabe: Sie sollten mit Grünkohl experimentieren, der bei ihnen ja nicht wirklich zu Hause ist. Beide kamen zu überraschenden Ergebnissen – absolut nachkochenswert!
 Und es gibt in dieser Ausgabe von apéro noch viel, viel mehr zu entdecken, zu lesen und anzuschauen: Lernen Sie Arezu Weitholz kennen und Malgorzata Chodakowska. Beide sind Künstlerinnen – zwar in verschiedenen Genres, aber jede für sich eine mehr als beeindruckende Frau. Oder Pietro Petronilli und seine Karaffensammlung. Oder, oder, oder …  Alles wunderbare Geschichten für kuschelig-gemütliche Nachmittage.

 Das apéro-Team und ich wünschen Ihnen fröhliche, genussreiche Feiertage und einen glücklichen Start in ein schönes 2014.


Herzlichst 

Ihre
 Mechthild Piepenbrock-Fischer