
Das Magazin 27 gibt es ab 29. Mai bei uns und ab 03. Juni im Handel.
Liebe Leserin, lieber Leser,
heute möchte ich zuerst ein kurzes Wort in eigener Sache sagen: Dass diese Seite in der letzten Ausgabe leer blieb, war nicht auf Lustlosigkeit meinerseits zurückzuführen, sondern darauf, dass ich sehr lange sehr krank war. Alle im Team glaubten, mich in diesem Augenblick zu ersetzen, sei so, als hätten sie mich gedanklich bereits aufgegeben. So wurde auf ein Editorial verzichtet. Das hat mich sehr gerührt, ebenso wie die erstaunlich vielen Genesungswünsche, die mich erreichten. Sie haben mir Mut gemacht und Kraft gegeben; dafür danke ich Ihnen allen von Herzen. Glücklicherweise geht‘s jetzt richtig aufwärts, und ich freue mich, wieder ganz bei apéro und Ihnen sein zu können. Da die ersten »Aufwärts-Schritte« doch noch ein wenig langsam waren, erreicht Sie diese Ausgabe leider ein wenig verspätet. Ich hoffe, dass Sie mir das verzeihen können.
Folgende Themen hat unser Team in dieser Ausgabe für Sie vorbereitet:
Saftig grüne Wiesen voller sonnengelber Löwenzahnblüten zeigen deutlich, dass der Frühling nun zum Sommer wird. Und solange der Lözenzahn noch zart und kleinblättrig ist, ist er eine ganz besondere Delikatesse. Vier österreichische Jeunes Restaurateurs haben mit ihm gearbeitet und wunderbare Rezepte entwickelt.
Weil Löwenzahn die Lieblingsblume unserer Powerfrau Kanako Okada ist, gab sie ihrem Café in München genau diesen Namen »tanpopo«, japanisch für Löwenzahn.
So frühlingsfrisch wie dieses Magazin angefangen hat, so geht‘s auch weiter: Sabine Teubler in Mecklenburg-Vorpommern, Frank Schreiber in Brandenburg, Helmut Rachinger in Österreich und Martin Rehmann im Chiemgau begrüßen den Sommer mit erfrischend leichten Menüs, für die sie in erster Linie Produkte aus ihrer Umgebung wählten.
Auf regionale Produkte setzt auch die österreichische Landwirtin Stephanie Theuringer. Aber eins liebt sie ganz besonders, dass jedoch nicht in ihrer Heimat wuchs – die Artischocke. Also kaufte sie ein paar Jungpflanzen, experimentierte jahrelang, bis sie alles über sie wusste und baut die delikaten Disteln seit rund 10 Jahren sehr erfolgreich an.
Auch Gärtner Wilhelm Böck vor den Toren Münchens lag ein Gemüse besonders am Herzen, der Rettich oder Radi, wie er in Bayern heisst. Obwohl dieser wirtschaftlich keine wirkliche Bedeutung für ihn hat, züchtet und pflegt er ihn heute wieder – ein bisschen Sentimentalität ist schon dabei.
Otto Geisel berichtet von einer höchst kulinarischen Reise durch das Genießerparadies Piemont, das gerade in dieser Jahreszeit – weit entfernt von der hektischen Jagd auf die begehrten Alba-Trüffel – besonders reizvoll und beschaulich ist.
Wen es weiter in die Ferne zieht, dem empfehlen wir Südafrika: Anja Hanke schwärmt von der Singita Lebombo Lodge im Krüger-Nationalpark.
Sollten Sie jedoch Dresden, das sommerliche Elbflorenz, besuchen, dann versäumen Sie nicht, Annette Nepples Eisspezialitäten zu probieren.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine genussvolle, sonnige und richtig gute Zeit
Ihre Mechthild Piepenbrock-Fischer