
„Niemand sucht gerne – aber jeder schätzt das Glücksgefühl, wenn er etwas Besonderes gefunden hat. Das gilt auch für uns.“
apéro Nr. 16 ist ab 18. August 2010 erhältlich – direkt bei uns oder im gut sortierten Zeitschriftenhandel.
Die einfach gute Küche
»Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks.« Wenn Sie einer Meinung sind mit Georges Auguste Escoffier (1846 –1935), dem großen französischen Küchenmeister und »Erfinder« der feinen modernen Kochkunst, dann finden Sie in dieser apéro-Ausgabe gleich mehrere Grundsteine fürs Fundament zum ganz persönlichen kulinarischen Glück. Richtig gute – nein, außerordentlich gute! – Küche machen sie alle, die Köchin und ihre fünf Kollegen, die wir Ihnen heute empfehlen. Durch die Bank Überzeugungstäter, alle kreativ, alle einzigartig, alle Perfektionisten und ständig auf der Suche nach den besten Produkten.
Da sind Gabi Strahammer und Mathias Schumann, sie im Bregenzerwald, er in der Bodenseeregion. Beide arbeiten konsequent mit Produkten aus der eigenen Region, beide sammeln ihre Zutaten, soweit es geht, in der freien Natur und präsentieren dennoch völlig unterschiedliche, eben völlig individuelle Unwiderstehlichkeiten.
Andreas Mayer und Thomas Mühlberger haben sich der klassischen französischen Küche verschrieben und schaffen es (beide höchst erfolgreich!), diese mit regionalen Produkten und verjüngten traditionellen Rezepturen in Bestform zu servieren.
Oder nehmen wir Roy Petermann. Wenn Sie ihn heute fragen, was er Ihnen morgen serviert, wird er wohl sagen »Weiß ich nicht, kommt drauf an, was mein Fischer gefangen und mein Metzger perfekt gereift haben und was ich am Markt an aromatischem Grünzeug finde.« Kein Wunder, dass der Mann ungern Rezepte schreibt. »Rezepte sind kein Dogma, sondern eine Empfehlung, bei der man das derzeit beste Produkt gegen eines, das gerade nicht in Höchstform ist, austauscht.«
Ähnlich sieht es Ali Güngörmüs. Auch er arbeitet gern mit regionalen Produkten, denkt jedoch angesichts des gegenüberliegenden Hafens gern auch global: »Man muss sehen, was man wo in bester Qualität bekommt. Bei der Riesenauswahl hier kann ich aus dem Vollen schöpfen, so wechselt die Speisekarte ständig.«
Ganz anders denken zwei passionierte Frauen, die ausschließlich aus dem, was ihre jeweils bemerkenswert kleine Region zu bieten hat, kulinarische Unikate zaubern. Da ist Irene Grünenfelder, Graubündner Winzerin, die – entgegen dem Mainstream – ihre Weine nicht zwingt, Jahr für Jahr einem gefälligen Geschmacksideal zu entsprechen. Mit gleicher Gradlinigkeit arbeitet Paola Abraini auf Sardinien: Lediglich aus Weizengrieß, Meersalz, Wasser – und unglaublicher Fingerfertigkeit – webt sie Filindeu: Nudeln, die feiner Seidengaze ähneln. In Nuoro, nicht gerade eines der sardischen Urlaubsparadiese, aber unbedingt einen Ausflug wert.
Bei Ausflügen durch Deutschland, egal, ob von Nord nach Süd oder von Ost nach West, streifen Sie zwangsläufig irgendwann die Rhön. Halten Sie an, und genießen Sie das besondere Aroma des Rhönschaf-Fleischs.
Sollte Ihre Reise Sie nach Barcelona geführt haben, versäumen Sie die Boquería nicht; den »Bauch von Barcelona « muss man erlebt und vor allem genossen haben.
Und genießen Sie jetzt (!) europäsche Hummer und Taschenkrebse, Granatäpfel und Mozzarella di Bufala – jetzt sind sie in Bestform!
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